Starke Periode: Wann Blutungen zu viel werden
Dr. med. Sigrid Jahn · · 2 Min
Ihr Alltag ist ein wichtiger Maßstab
Müssen Sie Binden oder Tampons ungewöhnlich häufig wechseln, stehen Sie nachts wegen der Blutung auf oder vermeiden Sie Termine aus Sorge vor Durchbluten? Dann lohnt sich eine Abklärung. Sie müssen die Blutmenge nicht exakt messen, um Hilfe bekommen zu dürfen.
Eine starke Regelblutung kann Müdigkeit und Eisenmangel verursachen. Dahinter können beispielsweise Myome, also meist gutartige Knoten der Gebärmutter, Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut oder Gerinnungsprobleme stehen. Auch Medikamente oder eine Kupferspirale können eine Rolle spielen.
Was für den Termin hilfreich ist
Notieren Sie Beginn, Dauer, starke Tage, Schmerzen und Blutungen zwischen den Perioden. Nennen Sie Verhütung, Medikamente und eine mögliche Schwangerschaft. Ein Blutbild und die Untersuchung des Eisenspeichers können je nach Situation sinnvoll sein; häufig gehört eine gynäkologische Untersuchung dazu.
Behandlung richtet sich nach Ihren Wünschen
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Blutung zu verringern: bestimmte Medikamente, hormonelle Verfahren und bei passenden Befunden Eingriffe. Kinderwunsch, Verhütungsbedarf, Vorerkrankungen und Ursache sind für die Entscheidung wichtig.
Eisen ersetzt verlorene Reserven, behandelt aber nicht automatisch die Blutungsursache. Nehmen Sie es nicht dauerhaft ohne passende Untersuchung. Auch Schmerzmittel sind nicht für jede Patientin geeignet; insbesondere Blutverdünner und andere Medikamente müssen berücksichtigt werden.
Wann Sie nicht abwarten sollten
Bei sehr starker Blutung mit Schwindel, Ohnmacht, Atemnot oder Kreislaufproblemen brauchen Sie sofort medizinische Hilfe; in einem akuten Notfall wählen Sie 112. Blutung bei möglicher Schwangerschaft sollte zeitnah abgeklärt werden. Nach den Wechseljahren gehört jede neue vaginale Blutung untersucht.
Online können wir Ihre Aufzeichnungen besprechen und Untersuchungen planen. Die Ursache lässt sich jedoch nicht allein aus einem Gespräch bestimmen. Ziel ist eine Behandlung, die Beschwerden verringert und zu Ihrem Leben passt.
Dieser Beitrag dient Ihrer Information und ersetzt keine persönliche ärztliche Untersuchung.
— Dr. med. Sigrid Jahn
Quellen
- Patienteninformation zum Thema – IQWiG / Gesundheitsinformation.de. Redaktionell geprüft am 19.10.2026.