Regelschmerzen: Was hilft und wann Sie sie untersuchen lassen sollten

Dr. med. Sigrid Jahn · · 2 Min

Häufig bedeutet nicht unvermeidbar

Viele Frauen haben während der Periode ziehende oder krampfartige Unterbauchschmerzen. Botenstoffe führen dazu, dass sich die Gebärmutter zusammenzieht. Dazu können Übelkeit, Kopfschmerzen oder Durchfall kommen.

Sind Schmerzen so stark, dass Schule, Arbeit oder Schlaf regelmäßig beeinträchtigt werden, ist eine Beratung sinnvoll. Sie müssen starke Schmerzen nicht aushalten, nur weil sie zur gleichen Zeit wie die Periode auftreten.

Welche Maßnahmen helfen können

Wärme am Bauch oder Rücken und sanfte Bewegung werden oft als angenehm erlebt. Finden Sie heraus, was Ihnen guttut, ohne sich zu überfordern. Entspannung kann unterstützen, ist aber kein Beweis dafür, dass Schmerzen „nur psychisch“ sind.

Bestimmte entzündungshemmende Schmerzmittel können Regelschmerzen lindern. Sie sind jedoch nicht für alle geeignet, etwa bei bestimmten Magen-, Nieren- oder Gerinnungsproblemen. Besprechen Sie die Auswahl bei Vorerkrankungen oder weiteren Medikamenten und beachten Sie die jeweilige Anleitung.

Hormonelle Verhütungsverfahren können ebenfalls helfen, wenn sie zu Ihrer Situation und Ihren Wünschen passen. Es gibt keine Lösung, die für alle Frauen die beste ist.

Wann eine andere Ursache möglich ist

Neu auftretende, zunehmend starke oder auch außerhalb der Periode bestehende Schmerzen sollten untersucht werden. Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Wasserlassen oder Stuhlgang können auf Erkrankungen wie Endometriose hinweisen, beweisen diese aber nicht.

Notieren Sie Schmerzstärke, Zyklustag, Begleitsymptome und bisherige Maßnahmen. Ein solches Tagebuch ist oft hilfreicher als die Erinnerung an einen einzelnen besonders schlechten Tag.

Wann rasche Hilfe nötig ist

Plötzliche starke Unterbauchschmerzen, Fieber, Ohnmacht oder Schmerzen bei möglicher Schwangerschaft benötigen eine zeitnahe beziehungsweise dringende Untersuchung. Bei Kreislaufversagen oder einem akuten Notfall wählen Sie 112.

Online können wir Beschwerden und Optionen besprechen; für die Suche nach Ursachen können eine Untersuchung und Ultraschall vor Ort notwendig sein.

Dieser Beitrag dient Ihrer Information und ersetzt keine persönliche ärztliche Untersuchung.

— Dr. med. Sigrid Jahn

Quellen