Brustschmerzen und neue Veränderungen: Was Sie abklären lassen sollten
Dr. med. Sigrid Jahn · · 2 Min
Schmerzen können verschiedene Ursachen haben
Spannen oder Empfindlichkeit in beiden Brüsten kann mit dem Zyklus zusammenhängen. Auch Muskeln, Haut, Zysten oder hormonelle Veränderungen kommen als Ursache infrage. Schmerzen allein bedeuten nicht automatisch Brustkrebs; umgekehrt lässt sich eine Erkrankung durch fehlende Schmerzen nicht ausschließen.
Wichtig ist, ob eine Veränderung neu ist, anhält oder deutlich von Ihren üblichen Beschwerden abweicht. Die verlinkte Quelle informiert über Brustkrebs und Warnzeichen; sie ist kein spezieller Ratgeber zur Selbstdiagnose von Brustschmerzen.
Welche Veränderungen untersucht werden sollten
- Ein neuer tastbarer Knoten oder eine anhaltende Verhärtung.
- Eine Einziehung der Haut oder neu eingezogene Brustwarze.
- Einseitiger spontaner, insbesondere blutiger Ausfluss aus der Brustwarze.
- Anhaltende Hautveränderungen oder eine neu veränderte Brustform.
Diese Zeichen können auch gutartige Ursachen haben. Lassen Sie sie dennoch zeitnah beurteilen und warten Sie nicht einfach auf den nächsten Vorsorgetermin.
Was Sie zum Termin beitragen können
Notieren Sie Beginn, Seite, Zyklusbezug und ob eine Schwangerschaft oder Stillzeit besteht. Erwähnen Sie Medikamente und frühere Befunde. Eine Untersuchung klärt, ob Ultraschall, Mammografie oder weitere Schritte passend sind.
Fühlen Sie nicht ständig kräftig nach und drücken Sie die Brustwarze nicht wiederholt aus; das kann reizen und die Beobachtung erschweren. Ein gut sitzender BH kann bei manchen Beschwerden entlasten, ersetzt aber keine Abklärung neuer Befunde.
Rötung, Fieber und schnelle Verschlechterung
Eine heiße, rote, schmerzhafte Brust mit Fieber, insbesondere während der Stillzeit, sollte rasch untersucht werden. Auch eine deutliche schnelle Veränderung ist kein Anlass für längeres Abwarten.
Online können wir Beschwerden und die Dringlichkeit besprechen. Ein Foto oder Video kann eine Tastuntersuchung und notwendige Bildgebung jedoch nicht ersetzen. Ziel ist eine begründete Einschätzung, nicht vorschnelle Angst oder falsche Beruhigung.
Dieser Beitrag dient Ihrer Information und ersetzt keine persönliche ärztliche Untersuchung.
— Dr. med. Sigrid Jahn
Quellen
- Patienteninformation zum Thema – gesund.bund.de, Gesundheitsportal des Bundes. Redaktionell geprüft am 19.10.2026.