Druck im Gesicht und verstopfte Nase: Was bei Sinusitis hilft

Dr. med. Kathrin Hamann · · 2 Min

Oft beginnt es mit einer Erkältung

Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung, auch Sinusitis genannt, sind die Schleimhäute in den Nebenhöhlen entzündet. Druck im Gesicht, verstopfte Nase und eingeschränkter Geruchssinn können auftreten. Häufig entsteht sie im Zusammenhang mit einem viralen Atemwegsinfekt.

Gelblicher oder grünlicher Schleim bedeutet nicht automatisch, dass Bakterien die Ursache sind. Viele akute Verläufe bessern sich ohne Antibiotika. Wie lange und wie stark die Beschwerden bestehen, spielt bei der Beurteilung eine wichtige Rolle.

Beschwerden lindern, ohne Risiken zu übersehen

Eine geeignete Schmerzbehandlung kann helfen. Abschwellende Nasensprays können zeitweise entlasten, sollten aber nur kurz und nach Anleitung angewendet werden; längerer Gebrauch kann die Nase zusätzlich problematisch verstopfen.

Salzhaltige Nasenspülungen werden von manchen Menschen als angenehm empfunden. Achten Sie auf geeignete Zubereitung, Wasserqualität und Reinigung des Hilfsmittels nach Anleitung. Heißer Dampf kann verbrühen und ist keine notwendige Behandlung.

Wann weitere Behandlung sinnvoll ist

Bei anhaltenden, sehr starken oder nach erster Besserung erneut zunehmenden Beschwerden sollte die Situation neu beurteilt werden. Manchmal kommen andere Medikamente oder eine fachärztliche Untersuchung infrage. Wiederkehrende oder längerfristige Beschwerden benötigen eine andere Betrachtung als ein einzelner akuter Infekt.

Antibiotika werden nicht nur nach Schleimfarbe entschieden. Verwenden Sie keine Restbestände und sprechen Sie über Vorerkrankungen sowie bisherige Therapien.

Seltene, aber wichtige Warnzeichen

Schwellung oder Rötung um die Augen, Sehstörungen, starke ungewöhnliche Kopfschmerzen, Nackensteife oder deutliche Verschlechterung mit Fieber brauchen rasche medizinische Abklärung. Bei akut bedrohlichem Zustand wählen Sie 112.

Online können wir Verlauf und Behandlungsmöglichkeiten besprechen. Bei Warnzeichen ist eine Untersuchung vor Ort notwendig. Auch Zahnerkrankungen können manchmal ähnliche Beschwerden verursachen; eine sichere Diagnose braucht den passenden Blick auf den gesamten Befund.

Dieser Beitrag dient Ihrer Information und ersetzt keine persönliche ärztliche Untersuchung.

— Dr. med. Kathrin Hamann

Quellen