Osteoporose vorbeugen: Knochen stärken und Stürze vermeiden
Dr. med. Kathrin Hamann · · 2 Min
Knochen brauchen Belastung
Bei Osteoporose werden Knochen bruchanfälliger. Lange macht das keine Beschwerden; manchmal fällt die Erkrankung erst nach einem Bruch auf. Alter, frühere Brüche, bestimmte Medikamente und weitere Faktoren beeinflussen das Risiko.
Passende Bewegung hilft, Muskulatur und Knochen zu unterstützen. Besonders wichtig ist außerdem das Gleichgewicht, denn weniger Stürze bedeuten weniger Gelegenheiten für einen Bruch. Auch im höheren Alter kann ein angepasster Einstieg sinnvoll sein.
Kraft, Balance und Sicherheit kombinieren
Wählen Sie Übungen, die zu Ihrer Fitness und möglichen Erkrankungen passen. Bei bekannter Osteoporose oder Wirbelbrüchen sollte das Training fachlich angeleitet werden; nicht jede kräftige Dreh- oder Beugebewegung ist geeignet.
- Üben Sie Kraft und Gleichgewicht regelmäßig, statt nur gelegentlich sehr intensiv.
- Prüfen Sie Stolperfallen, Beleuchtung und geeignetes Schuhwerk.
- Lassen Sie Sehprobleme und wiederkehrenden Schwindel abklären.
- Besprechen Sie Medikamente, die Müdigkeit oder Stürze begünstigen können.
Setzen Sie solche Medikamente nicht eigenständig ab.
Nahrungsergänzung mit Anlass
Eine ausgewogene Ernährung sollte genügend Kalzium und Eiweiß enthalten. Ob Sie Vitamin D oder Kalzium zusätzlich benötigen, hängt von Versorgung, Risiko und Behandlung ab. Mehr ist nicht automatisch besser. Hohe Dosierungen ohne Beratung können schaden.
Bei nachgewiesener Osteoporose können spezifische Medikamente das Bruchrisiko senken. Bewegung und Ernährung ersetzen diese Behandlung nicht in jeder Situation.
Wann untersuchen lassen?
Ein Bruch nach vergleichsweise geringer Belastung sollte Anlass zur Risikoprüfung sein. Auch neue starke Rückenschmerzen oder auffälliger Größenverlust gehören besprochen. Nach einem Sturz mit starken Schmerzen oder fehlender Belastbarkeit brauchen Sie zeitnah eine Untersuchung.
Online können wir Risiken, Befunde und vorbeugende Schritte besprechen. Eine Knochendichtemessung ist nicht automatisch für alle erforderlich; sie wird nach persönlichem Risiko und möglicher Konsequenz geplant.
Dieser Beitrag dient Ihrer Information und ersetzt keine persönliche ärztliche Untersuchung.
— Dr. med. Kathrin Hamann
Quellen
- Patienteninformation zum Thema – IQWiG / Gesundheitsinformation.de. Redaktionell geprüft am 19.10.2026.