Herzstolpern: Wann Sie den Rhythmus prüfen lassen sollten
Dr. med. Kathrin Hamann · · 2 Min
Der Herzschlag kann auffällig spürbar werden
Ein kurzer Aussetzer, kräftiges Nachschlagen oder plötzliches Herzrasen kann beunruhigen. Einzelne zusätzliche Herzschläge können harmlos sein. Es gibt aber auch Rhythmusstörungen, die untersucht oder behandelt werden müssen.
Am Gefühl allein lässt sich die Ursache nicht sicher erkennen. Stress oder Koffein können eine Rolle spielen, erklären jedoch nicht automatisch jede neue Beschwerde. Auch Schilddrüse, Medikamente und Herzerkrankungen können relevant sein.
Das ist für den Termin hilfreich
Notieren Sie Beginn, Dauer, Häufigkeit und Situation: in Ruhe, bei Belastung oder nach bestimmten Getränken? Ist der Puls schnell, unregelmäßig oder beides? Gab es Schwindel, Brustschmerz oder Luftnot?
Nennen Sie alle Medikamente, auch Erkältungsmittel und Nahrungsergänzungen. Wenn eine Uhr eine Aufzeichnung erstellt hat, können Sie diese mitbringen. Sie kann Hinweise geben, ersetzt aber keine fachliche Diagnose.
Welche Untersuchungen infrage kommen
Ein EKG zeichnet die elektrische Aktivität des Herzens auf. Bei nur gelegentlichen Episoden können längere Aufzeichnungen sinnvoll sein. Je nach Situation gehören Bluttests oder weitere Herzuntersuchungen dazu.
Bis zur Klärung kann es sinnvoll sein, deutlich bemerkte Auslöser zu reduzieren. Nehmen Sie aber keine fremden Herzmedikamente und setzen Sie verschriebene Mittel nicht auf eigene Faust ab.
Wann es dringend ist
Herzrasen oder Stolpern mit starkem Brustschmerz, Atemnot, Ohnmacht oder ausgeprägtem Kreislaufproblem ist ein Grund für sofortige Hilfe: 112. Neue, anhaltende oder wiederkehrende Episoden ohne solche Warnzeichen sollten ebenfalls ärztlich beurteilt werden, besonders bei bekannter Herzerkrankung.
Online können wir die Beschreibung und Aufzeichnungen besprechen. Ein normales Gespräch oder ein später normaler Puls schließt eine zeitweise Rhythmusstörung nicht aus. Für die Klärung braucht es gegebenenfalls ein EKG vor Ort und passende Verlaufserfassung.
Dieser Beitrag dient Ihrer Information und ersetzt keine persönliche ärztliche Untersuchung.
— Dr. med. Kathrin Hamann
Quellen
- Patienteninformation zum Thema – IQWiG / Gesundheitsinformation.de. Redaktionell geprüft am 19.10.2026.