Grippeimpfung im Herbst: Welche Fragen Sie vor dem Termin klären können
Dr. med. Kathrin Hamann · · 2 Min
Grippe ist nicht jede Erkältung
Die echte Influenza wird durch Grippeviren ausgelöst. Sie kann deutlich schwerer verlaufen als eine gewöhnliche Erkältung. Die Grippeimpfung richtet sich gegen Influenza, nicht gegen alle Viren, die Husten oder Schnupfen verursachen.
Wenn Sie nach einer Impfung erkältet sind, heißt das deshalb nicht automatisch, dass die Impfung versagt hat. Außerdem bietet keine Impfung einen vollständigen Schutz für jede Person und jede Situation.
Die persönliche Empfehlung prüfen
Ob die Impfung für Sie empfohlen ist, hängt unter anderem von Alter, Vorerkrankungen, Schwangerschaft und bestimmten beruflichen oder familiären Umständen ab. Lassen Sie die aktuellen Empfehlungen für die laufende Saison prüfen. Dieser Beitrag ersetzt keine saisonaktuelle Impfempfehlung und nennt deshalb keine pauschalen Altersgrenzen.
Nehmen Sie den Impfpass mit. Berichten Sie über frühere starke Impfreaktionen, Allergien, aktuelle Erkrankungen und Ihre Medikamente. Eine leichte Erkältung ist anders zu beurteilen als eine akute schwere fieberhafte Erkrankung.
Warum wiederholte Impfungen Thema sind
Grippeviren verändern sich. Impfstoffe werden an erwartete Virustypen angepasst, und Schutz nimmt mit der Zeit ab. Deshalb wird bei entsprechender Empfehlung regelmäßig erneut geimpft. Wann der Termin sinnvoll ist und welcher Impfstoff passt, klären Sie mit Ihrer Praxis.
Vorübergehende Schmerzen an der Einstichstelle oder allgemeines Unwohlsein können auftreten. Besprechen Sie ungewöhnliche oder starke Beschwerden nach einer Impfung. Ein üblicher injizierter Grippeimpfstoff verursacht keine echte Influenza.
Schutz besteht aus mehreren Bausteinen
Händehygiene, Lüften und Rücksicht bei akuter Erkrankung können Infektionen zusätzlich verringern. Sie ersetzen eine empfohlene Impfung nicht, ebenso wenig wie diese alle anderen Schutzmaßnahmen überflüssig macht.
Online können wir Impfpass und Fragen besprechen. Die Impfung selbst erfolgt vor Ort. Wenn Sie akut schwere Atemnot oder Kreislaufprobleme haben, ist das keine Impfberatungsfrage, sondern ein Grund für sofortige Hilfe.
Dieser Beitrag dient Ihrer Information und ersetzt keine persönliche ärztliche Untersuchung.
— Dr. med. Kathrin Hamann
Quellen
- Patienteninformation zum Thema – gesund.bund.de, Gesundheitsportal des Bundes. Redaktionell geprüft am 19.10.2026.